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請依下文回答第 17 題至第 20 題
Lernen will gelernt sein
Falsches Lernen bringt schlechte Noten – trotz fleißiger Vorbereitung
Falsches Lernen und falsche Vorbereitung sind oft Gründe, weshalb Schüler und Studenten trotz langen und
ausführlichen Memorierens des Lernstoffes in Prüfungen versagen und schlechte Noten bekommen. Der
Kölner Professor Martin Schuster bringt es auf den Punkt: „Tausendfaches Lesen von Stoffen führt nicht zum
Lernen.“
Experten raten deswegen, beim Lernen strategisch vorzugehen und Lerninhalte nicht nur zu lesen, sondern
sie sogleich wiederzugeben. Lernregel Nummer 1 heißt also, man soll nach dem Lesen das Buch weglegen
und sich das Gelesene durch den Kopf gehen lassen, damit arbeiten. Dies kann durch simples Nacherzählen
in eigenen Worten geschehen, es kann aber auch anhand kleiner Zeichnungen durchgeführt werden, die das
Gelesene veranschaulichen und damit klar machen. Überhaupt ist es ganz wichtig, sich bewusst zu machen,
was man da gerade gelesen hat und nun lernen soll und zu versuchen, das Neue an bereits Bekanntes
anzuknüpfen. Die Natur hat das menschliche Gedächtnis nämlich so eingerichtet, dass wir uns am besten
merken können, was wir verstehen oder was unser Gehirn als wichtige Information einstuft. Was wir nicht
verstehen, vergessen wir in der Regel innerhalb kürzester Zeit wieder. Das erklärt, warum Erwachsene sich
oft nicht mehr an mathematische Formeln oder grammatische Regeln erinnern können, obwohl sie gerade die
als Schulkinder und oft unter großen Anstrengungen gebüffelt hatten: weil sie sich seither nicht mehr damit
beschäftigt haben.
Lernregel Nummer 2 heißt, man soll sich seine Lernzeit einteilen. Eine lange Zeit ohne Pause zu lernen, das
überfordert nämlich das menschliche Gedächtnis. Das Gelernte muss –wie man so schön sagt – sich erst
setzen, bevor neue Informationen hinzukommen können. Sinnvoll ist es daher, alle 45 Minuten eine Pause zu
machen. Die neu gelernten Inhalte haben so Zeit, sich zu verfestigen.
Lernregel Nummer 3 heißt schließlich, rechtzeitig mit dem Lernen zu beginnen. Wer erst in der Nacht vor der
Prüfung lernt, hat oft keine Zeit mehr, mit dem neuen Stoff zu arbeiten, Verknüpfungen mit dem Bekannten
herzustellen oder sich den neuen Stoff verfestigen zu lassen. Mittelmäßige Noten sind oft das Ergebnis,
außerdem wird das so Gelernte schnell wieder vergessen und ist gleich nach der Prüfung wieder weg. […]
17 Manche Schüler oder Studenten erzielen in Prüfungen schlechte Ergebnisse,
weil sie viel lernen. obgleich sie viel lernen. falls sie viel lernen. dass sie viel lernen.
18 Menschen vergessen mit der Zeit,
was für ihr Leben wichtig ist.
was sie nicht angewendet haben.
was sie in der Schule gut verstanden haben.
was sie kleine Bildchen in die Bücher gezeichnet haben.
19 Beim Lernen braucht man Pausen,
um sein Gedächtnis zu überfordern. um das Gehirn zu überfordern.
um sich zu setzen. um das Gelernte mental zu verarbeiten.
20 Wer zu lange mit dem Lernen wartet,
geht nach der Prüfung gleich weg.
hat keine Zeit, Kontakt mit seinen Bekannten zu knüpfen.
pfuscht nicht bei der Prüfung.
besteht Prüfungen oft nicht mit den besten Noten.